Sezession in Subotica

Die tiefgreifenden Veränderungsprozesse auf allen Gebieten der Kunst und Wissenschaft erreichten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auch Subotica und zwar über Budapest. Das war die Zeit der wirtschaftlichen Prosperität und einer intensiven Bautätigkeit.
Im Architekturbereich lassen sich zwei Bewegungsrichtungen unterscheiden. Ein Großteil dieser Architekten stand unter dem Einfluss der führenden Kunstzentren Europas wie München, Wien, Paris und London. Die einzigartige Atmosphäre verdankt aber die Stadt den Architekten, die in der ungarischen Volksarchitektur ihre zentrale Inspirationsquelle fanden. Diesem Geist der Sezession gehören die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Subotica wie das Rathaus, die Synagoge oder der Reichl-Palast.
Die damaligen ungarischen Künstler vertraten die Meinung, daß die industrielle Entwicklung zur Zerstörung aller Schönheit führt. Aus dem Studium der ungarischen Volksarchitektur und Suche nach unverwechselbaren Nationaleigenschaften ergab sich die ungarische Variante der Sezession mit ihrer leicht erkennbarer Architektursprache. Die neuen Strömungen in der Architektur Suboticas kamen in erster Linie durch Engagement der aus Budapest stammenden Künstlern. Die Hauptträger der neuen architektonischen Stilrichtung waren M. Komor und D. Jakab, Ferenz Reichl, Gebrüder Vágó, aber auch die heimischen Architekten wie Titus Mačković und Pál Vadász.
Dank einer engagierten und investitionsfreudigen Bürgerschaft und Tätigkeit vieler Künstler und Handwerker aus ganz Europa sind in Subotica und in Palic beeindruckende Meisterwerke der Sezession entstanden, die seit über 100 Jahren durch Ihre Schönheit begeistern.

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